Stellenanzeigen
In einige Stellenanzeigen werden sehr hohe Ansprüche gestellt, als suche hier die Firma nur Nobelpreisträger. Andere Anzeigen sind hingegen so „wässrig“, dass man gar nicht versteht, was die Firma überhaupt sucht. Ist das Absicht?
Viele Unternehmen formulieren in ihren Stellenanzeigen bewusst extrem hohe Anforderungen um bereits im Vorab die Spreu vom Weizen zu trennen. Wichtige verlangte, fachliche Qualifikationen sollte der Bewerber bereits in seinen Unterlagen hervorheben, um nicht gleich ausgeschlossen zu werden. Anders ist es bei den Soft Skills.
Viele Unternehmen laden Kandidaten ein, die zwei Drittel der erwarteten Anforderungen erfüllen.
Die Inhalte einer Anzeige orientierten sich meist am Wunschbild der Firmen. Ich erlebe öfter, dass der neue Mitarbeiter ein optimales Spiegelbild des Alten sein soll, besonders ist dies der Fall, wenn ein Nachfolger gesucht wird, weil jemand die Firma verlässt. Weil es aber Kandidaten mit solchem Profil oft nicht gibt, ziehen solche Anzeigen auch nur ganz wenig Bewerbungen nach sich. Man soll die Worte einer Anzeige nicht immer auf die Goldwaage legen.
Auch das Gegenteil ist oft der Fall, Inserate werden unpräzise formuliert. Man kann von der Qualität einer Stellenanzeige auf die Qualität des Unternehmens schließen. Wenn sich das Unternehmen keine Mühe gegeben hat oder keine klaren Vorstellungen hat, erkennt der Leser daran, dass in der Anzeige die Aufgaben und Anforderungen sehr allgemein gehalten werden und die Anzeige nur unnötige Floskeln enthält.

