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Phase 1 - das Finden der Redebotschaft und die Recherche

Artikel von Klaus Egger , Besuche: 421

Wie im letzten Artikel (die fünf Phasen der Rede) versprochen, gehen ich nun monatlich auf eine der Phasen ein. Beginnen wir bei der ersten...

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Redebotschaft und Recherche

 

Die Redebotschaft

Diese Redebotschaft setzt sich zusammen aus:

Redner – Publikum – Redeanlass – Redesituation

Redner: Es ist ein Unterschied, ob Sie Chef sind oder Mitarbeiter. Es ist ein Unterschied, ob Sie Gratulant oder Jubilar sind. Machen Sie sich ein konkretes Bild von „der Rolle“, die Sie bei Ihrer Rede spielen müssen.

Publikum/Zielgruppe: Wer ist das Publikum? Die Kollegen, Freunde, Vorgesetzten?

Redeanlass: Bei einer Trauerrede spricht man anders als bei einer Jubiläumsrede.

Redesituation: Wie ist die sachliche Einschätzung des Redethemas durch Sie als Redner? Schätzen Sie die Aussichten des Unternehmens positiv oder negativ ein? Ist die Rede schwierig oder leicht zu halten? Ist das Redethema Anlass zum euphorischen Feiern oder zum stillen Nachdenken?

Weitere Fragen, die Ihnen helfen können Ihre Redebotschaft zu finden sind:

1.      Wen will ich überzeugen?

2.      Was sind die drei wichtigsten Argumente für mein Produkt/mein Anliegen?

3.      Alleinstellungsmerkmal meines Produktes/meines Anliegens?

4.      Welches ist das stärkste Gegenargument/Schwäche das mein Produkt/mein Anliegen hat?

5.      Welchen konkreten Nutzen haben meine Zuhörer?

6.      Was wollen meine Zuhörer hören?

7.      Was soll mein Publikum nach meiner Rede tun, was sie vorher noch nicht gemacht haben?

Sobald Sie auch diese Fragen beantwortet haben, können Sie Ihre zentrale Botschaft niederschreiben. Sie ist das Ziel Ihrer gesamten Rede. Es liegt auf der Hand: Erst wenn Sie selbst diese Botschaft kennen, sind Sie überhaupt in der Lage, Ihre Fakten und Argumente richtig zuzuordnen. Bedenken Sie: Ohne Kernbotschaft geht es nicht!

Auch und vor allem wenn Sie nur wenig Zeit haben für die Vorbereitung Ihrer Ansprache. Die Zeit, Ihre Kernbotschaft herauszuarbeiten, müssen Sie sich dennoch nehmen. Fakten, Pläne und Überlegungen lassen sich im Zweifelsfall noch vergleichsweise leicht um eine Kernbotschaft herum gruppieren. Ohne klar definiertes Redeziel allerdings gerät Ihre Rede allzu schnell aus dem Ruder und wird zu einer Aneinanderreihung von Worten ohne Ziel und Botschaft.

Dann beginnen Sie Ihre Recherche wie Sie es gewohnt sind. Das heißt, Sie tragen Daten und Fakten zusammen, machen Skizzen, Notizen, Mind Maps oder wie auch immer sie gerne arbeiten. Bedenken Sie bei der Recherche alles das weg zu lassen, dass nicht Ihrer Redebotschaft dienlich ist. Eine sehr hilfreiche Recherche Methode ist das methodische Brainstorming. Das dauert 1 Stunde und Sie gehen folgendermaßen vor:

20 Minuten widmen Sie dem wertfreien Gedanken und Ideen sammeln. Nehmen Sie ein Blatt Papier und notieren Sie alle Ideen, Gedanken, Einfälle auf diesem Blatt. Vermeiden Sie Gedanken wie „das hat doch nichts damit zu tun“ oder ähnliches. Alles was ihnen einfällt wird ohne interne Kritik niedergeschrieben. Nun nehmen Sie sich 40 Minuten Zeit, zu all diesen Einfällen zu recherchieren. Aber bitte nicht bis ins letzte Detail, sondern nur eine Grobrecherche. Dabei notieren, merken Sie sich die Web- oder Buchseiten.

Am Ende dieser Arbeit wissen Sie dann genau, welche Ideen für das Erreichen Ihrer Redebotschaft hilfreich sind und welche weniger. Nun treffen Sie die letzte Auswahl und sind bereit für den nächsten Schritt, die Struktur Ihrer Rede.

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