Die fünf Phasen jeder Rede
Die fünf Phasen gibt es seit der Antike und im Gegensatz zu vielen Techniken und Anwendungen der Rhetorik hat sich dieser grundsätzliche Aufbau nie viel geändert. In diesem kurzen Artikel stelle ich Ihnen die fünf Phasen vor. In den nachfolgenden Monaten werde ich Sie Ihnen in eigenen Artikeln im Detail erklären.
Phase 1 (Inventio) – Das Finden der Redebotschaft und die Recherche
Beginnen Sie mit dem Finden der Redebotschaft. Das sind ein bis maximal drei 3 Sätze welche die Kernaussage Ihrer Rede formulieren. Diese Redebotschaft setzt sich zusammen aus:
Redner – Publikum – Redeanlass – Redesituation
Phase 2 (Dispotio) – Die Struktur
Gliedern Sie nur Ihre Inhalte. Möglichkeiten gibt es viele.
Phase 3 (Elocutio) – Der Feinschliff
Zum Einen gilt es richtig argumentieren zu lernen. Nur ein Argument vorbringen ist zu wenig.
Mittels den rhetorischen Stilmitteln der modernen Rhetorik können Sie nun weiters all Ihre Inhalte und Argumente so ausformulieren, dass sie die richtige Wirkung haben. Wichtig ist seinen eigenen Stil zu finden. Abgesehen von der technischen und psychischen Schwierigkeit einzelnen Stilmittel, hilft es auch nichts, etwas zu machen, was nicht zu einem passt. Hier gilt es auszuprobieren und für Neues aufgeschlossen zu sein.
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Beim Einstudieren geht es nicht nur um die Entscheidung ob Sie mit einem fertigen Redemanuskript arbeiten wollen, oder lieber anhand Stichworten Ihre Rede vortragen. Es geht hauptsächlich um „das Verinnerlichen“ der Rede. Spitzvorträge werden auch heute noch ganz ohne Notizen gehalten und das können Sie nur, wenn Sie Ihren Vortrag oder Ihre Rede soweit verinnerlicht haben, dass Sie dies auch können. Einige Techniken (Mnemotechniken) können Ihnen zwar dabei helfen, dass Wichtigste ist aber, dass Sie sich mit der Redbotschaft identifiziert haben und somit fähig sind, diese Kernaussage verständlich dem Publikum näher zu bringen.
Phase 5 (Actio) – Auf der Bühne
Auf der Bühne wirken nicht nur Ihre Worte, sondern auch Ihre Gestik, Mimik, Ihr Körper und auch Ihre Stimme hat Einfluss auf das Gesagte. Weiters sollte Sie das Lampenfieber nicht zu sehr blockieren und auch technische Gegebenheiten und Problemchen gilt es zu bedenken.

