12 Tipps von Werbeprofis für Redner: Wie Sie Worte gut verkaufen
„Reden ist die beste Öffentlichkeitsarbeit – auch für die eigene Person“, sagt Georg Incze, einer der Altmeister der Rhetorik in Deutschland und Dozent der Akademie für Management- Kommunikation und Redenschreiben. Die Gesetze der Werbe-Rhetorik gelten auch für die Rede.
Die Rhetorik der Werbung - übertragen auf die Rede:
1. Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, der kann auch seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
Henry Ford (1863-1947), US-amerik. Großindustrieller
1. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle:
Ein professioneller Redenschreiber
kostet, aber er lohnt sich.
2. In der modernen Geschäftswelt ist es nutzlos, ein kreativer Denker zu sein, solange man nicht auch verkaufen kann, was man erschafft.
David Ogilvy (1911-99), US-amerik. Werbefachmann
2. Es nützt nichts, ein tolles Produkt oder eine kreative Idee zu haben, wenn Sie weder das eine noch das andere verkaufen, weil Sie es nicht richtig kommuniziert haben.
3. Wer gaga ist, will auch gaga angesprochen werden.
Michael Schirner (*1941), dt. Werbeguru
3. Achten Sie auf Ihre Zielgruppe: Sprechen Sie so, dass Sie von ihr verstanden und akzeptiert werden.
4. Lieber eine gute Kampagne in der Schublade als eine schlechte in der Zeitung.
Ernst Bächtold, Schweizer Werbefachmann
4. Eine falsche Formulierung in der Öffentlichkeit kann böse Folgen haben. Machen Sie rechtzeitig einen „fool proof“(Test auf mögliche Missverständlichkeit), indem Sie Ihre Rede einigen unvoreingenommenen Personen vortragen.
5. Greif nach den Sternen. Wenn du nach den Sternen greifst, wirst du vielleicht keinen erreichen, aber du wirst auch nicht mit einer Hand voll Dreck dastehen.
Leo Burnett, US-amerik. Werbeleiter
5. Gönnen Sie sich den besten Redenberater, auch wenn er teurer ist als ein mittelmäßiger. Das garantiert, dass Sie sich nie mit einer Rede blamieren.
6. Wenn du Menschen mit deiner Werbung langweilst, werden sie dein Produkt nicht kaufen.
David Ogilvy (1911-99), US-amerik. Werbefachmann
6. Langweilen Sie Ihre Zuhörer nicht: Reden Sie bildhaft, lebhaft – und niemals länger als notwendig.
7. Wenn sich ein Gedanke in einem Satz schlüssig ausdrücken lässt, dann ist es eine Idee. Wenn nicht, ist es keine.
Paul Gredinger, Schweizer Werbefachmann
7. Formulieren Sie bei der Redevorbereitung die wichtigste Botschaft Ihrer Rede so lange um, bis sie in einen kurzen, eingängigen Satz passt.
8. Ein Wort sagt mehr als tausend Bilder.
Alexander Hahn, dt. Werbefachmann u. Texter
8. Ein einziges treffendes Wort kann stärker sein als eine aufwändige PowerPoint-Präsentation.
9. Einfach ist besser als kompliziert. Leise ist besser als laut. Naheliegendes ist besser als Gesuchtes.
Dieter Rams (*1932), dt. Designer
9. Vor 1.000 Zuhörern dürfen Sie sich nicht komplizierter, sondern müssen sich einfacher ausdrücken als im kleinen Kreis.
10. So ernst wie die deutsche Werbung ist nicht mal unser Leben.
Wolfgang Schönholz, dt. Werbefachmann, „Scholz & Friends“
10. Bringen Sie Humor in Ihre Reden.
11. Marketing ist Gottesdienst am Kunden.
Norbert Bolz (*1953), dt. Medientheoretiker
11. Erhöhen Sie nie sich selbst, aber immer Ihre Zuhörer.
12. Wir brauchen keine Kunden, wir brauchen Fans.
Hartmut Rösch, dt. Journalist
12. Jede Rede sollte so unterhaltsam und spannend sein, dass man Ihnen zujubelt und am liebsten noch stundenlang zuhören möchte, wenn Sie das Rednerpult verlassen

